Zu heiß am Arbeitsplatz? Wie das SMARTtempmonitor Kit aus Beschwerden belastbare Daten macht

Temperatur und Luftfeuchte in Büros, Hallen und Gebäuden über mehrere Bereiche hinweg erfassen – mobilfunkbasiert, mit Dashboard und individuell einstellbaren Alarmen.

„Hier ist es zu heiß.“

Dieser Satz fällt im Sommer schnell – im Großraumbüro, in der Produktionshalle, im Lager oder im obersten Geschoss eines Verwaltungsgebäudes. Die Beschwerde ist ernst zu nehmen. Für eine gute Entscheidung fehlen jedoch oft die Fakten: Wo genau wird es zu warm? Zu welcher Tageszeit? Wie lange hält die Belastung an? Betrifft sie einzelne Arbeitsplätze oder ganze Bereiche? Und tritt sie nur an wenigen Spitzenstunden auf oder über mehrere Wochen hinweg?

Eine einzelne Messung beantwortet diese Fragen kaum. Sie ist eine Momentaufnahme. Wer Sonnenschutz, Lüftung, Klimatisierung, organisatorische Maßnahmen oder bauliche Veränderungen sinnvoll priorisieren will, braucht einen Verlauf und Vergleichswerte aus mehreren relevanten Zonen.

Was die BAuA für hohe Raumtemperaturen einordnet

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verweist auf die Arbeitsstättenverordnung und die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“. Danach soll die Lufttemperatur in Arbeitsräumen +26 °C nicht überschreiten. Für den Sommerfall mit Außenlufttemperaturen über +26 °C beschreibt die ASR ein Stufenmodell.

  • Bis +30 °C: Unter den Voraussetzungen des Sommerfalls sollen geeignete Maßnahmen ergriffen werden; besondere Personengruppen und Belastungen sind gesondert zu berücksichtigen.
  • Über +30 °C: Wirksame Maßnahmen müssen auf Basis der Gefährdungsbeurteilung ergriffen werden.
  • Über +35 °C: Ohne Maßnahmen wie bei Hitzearbeit ist der Raum während der Überschreitung als Arbeitsraum ungeeignet.

Wichtig ist die fachliche Einordnung: Raumklima besteht nicht allein aus der Lufttemperatur. Je nach Situation sind auch Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit und Wärmestrahlung sowie Arbeitsschwere, Kleidung, Pausenregime und besonders schutzbedürftige Beschäftigte relevant. Temperaturdaten sind damit ein zentraler Baustein, aber nicht die gesamte Gefährdungsbeurteilung.

Vom Hitzegefühl zum belastbaren Verlauf

Genau hier setzt das SMARTtempmonitor Kit von PSsystec an. Kompakte SMARTsens beacon TH Funksensoren erfassen Temperatur und relative Luftfeuchte in den ausgewählten Bereichen. Die Messwerte werden per Bluetooth Low Energy an die SMARTebox BLE übertragen. Das Gateway sendet sie über Mobilfunk in die IoT-Plattform – unabhängig von der lokalen IT-Infrastruktur.

Im webbasierten Dashboard lassen sich Standorte, Sensorstatus, aktuelle Messwerte, aktive Alarme und zeitliche Verläufe zentral überblicken. Für jeden Sensor können obere und untere Grenzwerte sowie eine Verzögerung definiert werden. So löst nicht jede kurze Spitze sofort einen Alarm aus. Bei einer anhaltenden Überschreitung werden festgelegte Empfänger per E-Mail und – je nach Konfiguration – per SMS informiert. Messdaten können für weitere Auswertungen exportiert werden.

Das Kit im Überblick

• SMARTebox BLE als Mobilfunk-Gateway

• SMARTsens beacon TH zur drahtlosen Messung von Temperatur und relativer Feuchte

• LTE-Antenne

• Cloud-Dashboard mit Verlauf, Status und Alarmierung. Die Anzahl und Position der Sensoren werden passend zu den zu untersuchenden Bereichen festgelegt.

Table of contents